KELTISCHE FESTE

Foto - Vesna Rau
Foto - Vesna Rau

 

Die keltischen Feiertage wurden so, wie unten aufgeführt, überliefert. Von dem Jahreszeit her passt es ganz genau zu unterschiedliche Perioden und Arbeiten im Jahr. Entweder wird deren Anfang oder Ende gefeiert.

 

Es gibt insgesamt 8 Feiertage, welche sich in vier Sonnen- und vier Mondfeste aufteilen. Diese sind fast 1:1 in die Kirchliche Feiertage übernommen worden.

 

In alten Zeiten hat man auf Kalender, egal ob man ihn hatte oder nicht, nicht viel geachtet. Die Natur gibt ein Jahreskreis und einen natürlichen Kalender vor, welcher jedes Jahr anders ausfallen kann. Man hat sich nach Sonne, Mond und Sterne gerichtet und konnte die Zeichen der Natur deuten. Da hat man auch keine Geburtstage gefeiert. Man wusste auch nicht genau wann einer geboren wurde. Zum Beispiel, meine Mutter wurde Anfang August, während der Ernte, geboren. Die Tageszeit war Abend, denn die Venus stieg auf dem Himmel auf. Nur am welchen Datum es war, weiß man bis heute nicht. Die Zwetschge war kurz vor der Ernte. In die Stammbücher wurde sie am 14.08. eingetragen, aber da war sie schon ein paar Tage alt. Das war auch nicht so wichtig. Also feierte man ganz andere Ereignisse, die viel wichtiger waren. In einem kleinem Rahmen hat man die persönliche Erfolge oder Geschehnisse gefeiert: wie zum Beispiel, bei den Mädchen die erste Periode, bei den Jungs der erste Bartwuchs, die Hochzeiten (Hand Fasting bei den Kelten - kann man auf Unterseite Beltene lesen), das Erlernen einen Handwerks, die erste Erfolge beim Jagd und so weiter. Der Namenstag war auch ein wichtiger Tag den man jedes Jahr feiern könnte.

 

Für die wichtigen Feiertage (siehe unten), hat man sich gut in die Schale geworfen. Man hat die beste Kleidung und Schmuck rausgeholt und sich hübsch gemacht. Bei allen unteren Feiertagen, war der Ablauf ähnlich. Die Sprüche und Gebete haben sich unterschieden. Der Zeremoniemeister (Heilerin oder Druide) hat ein Schutzkreis vom Osten, über Süden, Westen bis zum Norden gezogen. Eine Lücke zwischen Norden und Osten bleibt noch offen. Der Kreis wird (mit einem Birkenreisig Besen) ausgekehrt und die Teilnehmer in den Kreis gebeten. Diese wurden dann ausgeräuchert und somit für die Zeremonie gesäubert. Es wurde dabei ein Chant zusammen gesungen. Die Teilnehmer verlassen den Schutzkreis und verteilen sich, Hände haltend, um diesen herum. Der Kreis wird ausgeräuchert und komplett geschlossen. In dem Kreis bleibt der Zeremoniemeister und lädt die Elemente zu sich: vom Osten die Luft, vom Süden das Feuer, vom Westen das Wasser und vom Norden die Erde. Zu jedem Element wird gesprochen und ein kleines Opfer (Kräuter, Früchte, Brot usw.) erbracht (das unterscheidet sich vom Fest zu Fest, je nach Jahreszeit und Wohlstand der Sippe). Hier werden oft die heiligen Pflanzen der Kelten in Spiel, als Opfer, gebracht. Man kann aber auch andere nehmen. Die Heiligen Pflanzen der Kelten sind Mistel, Eisenkraut, Mädesüß und Haselnuss. Der Mistel steht für Frühjahr, Luft und Osten, der Eisenkraut für Sommer, Feuer und Süden, der Mädesüß für Herbst, Wasser und Westen und der Haselnuss für den Winter, die Erde und Norden. Die Druidenstäbe werden überwiegend aus Haselnussholz gemacht. Jeder Zeremoniemeister kann die Feste so gestalten wie er es für richtig hält. Es gibt definitiv keine Formel für richtig und falsch. Es wird dabei auch viel Hocus Pocus betrieben, was ich für völlig unnötig halte, aber jeder nach seinem Geschmack. Es kann auch dem fünften Element, dem Geist, gedankt werden, man kann die sieben Himmelsrichtungen (Osten, Süden, Westen, Norden, Oben, Unten und Innen) begrüßen und viel mehr. Wichtig ist dabei den Respekt für die Natur und Dankbarkeit für den Wohlstand zu zeigen. Das war auch der Sinn diesen Feierlichkeiten. Am Ende der Zeremonie, wird der Kreis, in umgekehrter Richtung, wieder aufgelöst und die Teilnehmer verköstigt. Dazu nimmt man Brot und Salz am besten. Ich gehe dabei ein Schritt weiter und verteile Kräuterbutter mit Brot. Das finde ich etwas leckerer ;-). Nach diesem offiziellen Teil wird richtig Party gemacht. Das Essen war im Voraus vorbereitet und es wird Lagerfeuer angezündet. Je nach Witterung, feiert man bis tief in die Nacht. 

 

Auf den Unterseiten hier, kann man über Anlass und Bräuche der keltischen Feiertage lesen:

 

Samhein - Neumond um den 01. November - Geisterfest - Beginn des keltischen Jahreskreis

Yul Fest - am 21. Dezember - die Winter Sonnenwende

Imbolc - Vollmond um den 01. Februar - Vertreibung des Winters und Anfang von Fastenzeit

Ostara - am 21. März - die Frühlings-Tagundnachtgleiche

Beltane - Vollmond um den 01. Mai - Fruchtbarkeitsfest

Litha - am 21. Juni - die Sommer Sonnenwende

Lammas - Vollmond um den 01. August - beginn der Erntezeit

Mabon - am 23. September - die Herbst-Tagundnachtgleiche - Erntedankfest

  

Viel Spaß beim Lesen!!!